1943

Geboren in Korschen, Kreis Rastenburg (Ostpreußen).

 

1947
Nach dem zweiten Weltkrieg flüchtet Mutter Erna Radtke mit Herdin und seinem Bruder Bernd nach Westfalen, wo Sie Ihren Mann Klaus Radtke über das rote Kreuz wiederfindet. Herdin besucht dort die Grundschule, singt in einem Kinderchor und zeichnet leidenschaftlich Pferde.

 

1954 - 1964
Er besucht das Gymnasium in Porz/Köln, verlässt die Schule 1960 und beginnt eine technische Lehre im Maschinenbau bei Klöckner-Humboldt-Deutz.

Mit 17 Jahren kauft Herdin für 40 Mark bei einem Trödler seine erste Gitarre mit der er seine Gesangskompositionen begleiten kann. Er zeichnet und malt begeistert mit Wasserfarben.

 

Im Alter von 18 Jahren besucht er die Schauspielschule von Nora Hengstenberg in Düsseldorf und arbeitet nebenbei als Auto- und Kaffeeverkäufer, Kellner, Discjockey und Hafenarbeiter. An den Wochenenden spielt er mit seiner Band.

 

1965 - 1968
In den sechziger Jahren lernt er den Bildhauer und Maler Heinz Wilhelm Becker in einer Kneipe kennen und besucht ihn in seinem Atelier. Dieser Besuch verändert sein Leben. Er widmet sich intensiv der Ölmalerei. Mit verschiedenen Jobs hält er sich über Wasser.

 

1969 - 1971
In München lernt Herdin den Sänger und Liedermacher Konstantin Wecker kennen, der damals am Anfang seiner Karriere stand.  Mit dem damaligen Sänger und Produzenten Fred Bertelmann produziert Herdin vier Songs zu denen Konstantin Wecker Musik und Text schreibt (u. a. Mein Mädchen ist eine Lady ..., Du wohnst nun schon seit langer Zeit ...).

 

In dieser Zeit bewegt Herdin sich in Münchner Künstlerkreisen und lernt u. a. den Schauspieler und Kabarettist Jochen Busse, Filmproduzent Klaus Hoffmann (Sohn des bekannten Filmproduzenten Kurt Hoffmann), die Schauspieler Herbert Fux, Günter Ungeheuer, den Maler und Grafiker Enrico Richter (Schüler von Otto Dix) und den Sänger Frank Forster kennen.

 

Doch die Malerei beschäftigt Herdin mehr und er entschließt sich zusammen mit Enrico Richter nach Rom auszuwandern. In Rom leben die beiden unter ärmlichsten Verhältnissen, erfreuen sich aber dennoch des Lebens und feiern fröhliche Nächte u. a. mit dem Produzenten Peter Berling und dem Schauspieler Klaus Kinski und der römischen "Gemüsemafia".

  

1972 - 1975
In Rom fasziniert ihn die Technik und Kunst der alten Meister. Die ersten drei Jahre malt er bis zu vierzehn Stunden täglich, um die Geheimnisse der klassischen Ölmalerei zu entschlüsseln. Abends verkauft er auf der Piazza Navona mit der Gitarre im Arm und "einem Lied auf den Lippen" seine Bilder um sein Leben zu finanzieren. Dort begegnet er Giorgio de Chirico in seinen letzten Jahren (1888 - 1978).

 

1976 - 1978
Er siedelt um nach Pietrasanta. Zwei Jahre lebt und malt er dort in der Toscana, die ihn zur Blumen- und Stilllebenmalerei inspiriert Er studiert in dieser Zeit die Werke der alten Holländer und Flamen (unter anderen Jan van HuysumGeorge Jacobus Johannes van OsRachel RuyschJan Davidszoon de HeemWillem van Aelst) .

 

1979 - 1982
Herdin reist durch verschiedene Städte Frankreichs, Hollands und Englands, bis er sich schließlich in Cadaqués bei Figueras (Spanien) niederlässt. Er begegnet Salvador Dalí. Intensiv studiert er das Licht in den Bildern von William Turner. Nach langem experimentieren bringt er Licht in seine Bilder, das wird von nun an das wichtigste in seiner Malerei. In Cadaqués, macht er nebenher musikalische Aufnahmen in einem kleinen Tonstudio.

 

Herdin zusammen mit Salvador Dalí in Cadaqués. Foto. Copyright © Herdin Radtke 1979
Salvador Dalí (rechts) mit Herdin in Cadaqués, 1979 - Copyright Herdin Radtke
Herdin bei seiner Ausstellung im Pentahotel München im Jahre 1982
Copyright Herdin Radtke

Herdin bei seiner Ausstellung im Pentahotel München im Jahre 1982

 

 

 

 

 

1983 - 1989
Er kehrt zurück nach München um seine musikalischen Pläne zu verwirklichen. November 1983 ist die Langspielplatte "Die schönsten Lieder aus meiner Ostpreußischen Heimat" fertiggestellt und wird am 30. November 1983 in der Vertretung der bayerischen Landesregierung in Bonn präsentiert.

Sie wurde von der Firma TELDEC vertrieben.

 

Herdin widmet sich nun wieder der Malerei und macht Reisen nach Italien, Spanien, Frankreich, Österreich, Saudi Arabien, Senegal und Marokko.

 

1990 - 1992

Umsiedlung nach Frankreich. Herdin lässt sich in dem kleinen malerischen Ort St. Pompon in der Dordogne nieder und kreiert die "Pomponistische Bewegung". Er gilt jetzt als einer der europäischen Stilllebenmaler, malt opulente Werke mit prächtigem Obst und eindrucksvollen Blumenarrangements. 

 

Als Maler und Musiker begleitet er "The Union Youth Train 1992" durch 10 Länder. Dazu produziert er die CD "Endless Energy" und leitet Workshops in altmeisterlicher Malerei. Von 1990 bis 1994 organisiert er das jährliche Musikfestival in St. Pompon.

 

1993 - 1995
Herdin macht Studienreisen nach Marokko. Neben seiner Stilleben- und Blumenmalerei arbeitet er bereits einige Jahre an seinem persönlichen Stil, dem Pomponismus. Seine erste pomponistische Ausstellung findet statt in Bordeaux. Hier zeigt Herdin Bilder, Skulpturen und Objekte wobei die Welle als wichtigste Form deutlich zu erkennen ist. Diese verbindet in all seine Werken die drei Elemente des Pomponismus: Licht, Materie und Phantasie. Er löst die Rahmen von seinen Gemälden und hängt sie als pomponistische Rahmenskulpturen in Wellenformen vor seine Bilder. Durch den Schattenwurf entsteht eine visuelle Bindung zwischen Lichtquelle, Rahmen und Bild. Freitag den 13. Oktober 1995 verliest er erstmalig sein "pomponistisch Manifest". Viel bewundertes Ausstellungsobjekt ist sein "pomponistischer Koffer".

 

1996 - 1999
Herdin eröffnet das ATELIER POMPON. Hier können Interessierte die Grundlagen der klassischen Ölmalerei erlernen. Er leitet Workshops in Korsika, Deutschland, Österreich und Frankreich. In Januar 1997 strahlt France 3, das dritte französische Fernsehen, eine Sendung über die Philosophie des Pomponismus aus. Weitere Fernsehsendungen folgen 1998 und 1999.

1998 gründet Herdin die "Akademie Pompon" (später "Atelier Herdin") im Südwesten Frankreichs, in der Interessierte aller Altersstufen und Nationalitäten die Grundlagen der Ölmalerei erlernen können.

 

2000 - 2004
Produktion von 2 außergewöhnlichen Malkursen auf Video:

- "Die Grundlagen der klassischen Ölmalerei" - Stillleben" / 4 Videos - 8 Stunden Unterricht

- "Die Grundlagen der klassischen Ölmalerei" - „Blumen" / 4 Videos - 7,5 Stunden Unterricht.

Eröffnung eines Ateliers Herdin in Rocamadour (Frankreich - 2001 und 2002).

Creation neuer Etiketten für einen "St. Emilion - Grand Cru" in Zusammenarbeit mit der "Union des Producteurs des St. Emilion". Die Flasche ist "Herdin-Grand Cru de St.Emilion" getauft worden.

 

2003 macht Herdin mit seinem alten Zigeunerwagen eine Reise durch Ost-Europa. Einige Gemälde sind das Resultat dieser Fahrt. Ausstellungen weltweit.

 

 

2005 - 2006
Produktion von elf Malkursen auf DVD. Herstellung Malkoffer „ATELIER HERDIN": die komplette Malschule in einem Koffer.

Ausstellungen in Frankreich, Deutschland, Österreich und Holland. Eröffnung Malschule im Schloss de la Tour in der Dordogne im Südwesten Frankreichs. 

 

2007
Kreation eines speziell für seine Maltechnik geeigneten Malmittels.

Beginn einer 5-teiligen DVD Serie „Wie male ich einen Dali",  in der Herdin zeigt, wie Salvador Dali eines seinen bekanntesten Bilder „La persistence de la memoire" (das Bild mit den umgeklappten Uhren) von Anfang bis Ende malt. DVD Serie leider bis heute noch nicht fertiggestellt.

 

Eröffnung eines Ateliers in Südfrankreich durch seine Ehefrau mit einer Dauerausstellung seiner Bilder

und der Möglichkeit in Workshops die Ölmalerei zu erlernen.

 

Arbeit an dem Buch „Die Magie der Ölmalerei".

Vorführungen seiner Lehrmethode auf verschiedenen Kreativmessen.

 

2008 - 2009 

Erscheinen des Buches „Die Magie der Ölmalerei" beim Frechverlag im April 2008.

Kreation eines speziell für seine Maltechnik geeigneten Malmittels.

 

März 2009: Eröffnung seines Ateliers in München.

Intensive Arbeit an dem Buch „Ölmalerei Landschaften".

Große Retrospektive mit ca. 50 Gemälden unter dem Titel  „Von der flämischen Malerei bis zum Pomponismus" in Brüssel (Belgien). 

Erscheinen des Buches

 „Die Magie der Ölmalerei" 

beim Frechverlag

im April 2008.

Erscheinen des Buches

„Ölmalerei Landschaften"

 beim Frechverlag

im Januar 2010



Mai 2010: Umzug des Ateliers von München nach Bad Salzschlirf.   -   Foto: Gertrud Pietschmann
Mai 2010: Umzug des Ateliers von München nach Bad Salzschlirf. - Foto: Gertrud Pietschmann

2013

Herdin veranstaltet einen Workshop "Wie male ich einen Dalí" im Palais Pálffy in Wien und wird dabei von Professor Ernst Fuchs († 9. November 2015) besucht, den er in den 1980er Jahren in Cadaqués kennengelernt hat.

Herdin veranstaltet einen Workshop "Wie male ich einen Dalí" im Palais Pálffy in Wien und wird dabei von Professor Ernst Fuchs besucht.
Herdin zusammen mit Ernst Fuchs in Wien.

2014 und 2015

Sommeratelier auf der Burg Hochosterwitz in Kärnten / Österreich.

Die Burg Hochosterwitz, auf der Herdin in seinem Sommeratelier ausstellt.
Burg Hochosterwitz ... - Foto: Gertrud Pietschmann
Herdin und die Teilnehmer der Gesundheitstagung in Bad Salzschlirf

2015

Vortrag von Herdin auf der 1. Internationale Gesundheitstagung der United Nations Alliance of Civilizations, einer Organisation der UNO, im hessischen Bad Salzschlirf. Motto "Malen für die Seele - Kunst für ein gesundes Leben".

 

 

 

Neuerscheinung

des Buches

"Ölmalerei Landschaften -

Die Magie des Lichtes" 

beim Frechverlag

im August 2015




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Malen macht ...
Malen macht ...


zur Webseite  "www.pomponismus.eu" - Herdin und die fliegenden Äpfel ... - Foto: Gertrud Pietschmann
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